Zuversicht

Stellen Sie sich einen lila Krokus vor, der in den Fugen eines gepflasterten Wegs wächst. Von Löwenzahn, den wir im Moment überall gegen die triste und graue Stein- und Asphaltwelt ankämpfen – und gewinnen! – sehen, kennen wir das, aber ein Krokus…?

Auf einer Karte des Verlags der action 365 (Kennedyallee 111a, 60596 Frankfurt/Main), die ich einem lieben Menschen in einer für ihn nahezu ausweglosen Situation geschickt habe, fand ich diesen Text, den ich Ihnen in Zeiten von Finanzkrise und Wirtschaftschaos gerne „schenken” möchte:

EIN NARR
im zartvioletten Gewand des Frühlings, verschenkt seine Schönheit
als sei dies hier eine Wiese, ein Beet …
Aber: So waren wir ja alle einmal
Er wird aufwachen – wie wir.
Überfahren ausgerissen zertreten.
Die Welt achtet die zarten Aufbrüche nicht.
Und er? Er sonnt sich.
Ein Narr – oder auch: Ein Neugieriger, der sich locken ließ vom Licht.
Ein Kluger, der auf das vertraut was unter den Steinen verborgen liegt:
Der ursprüngliche Grund, Raum, um sich auszudehnen zu verwurzeln.
Waren wir alle einmal so?
Mit einem Ziel vor Augen das uns lockt und Strahlen vorauswarf,
mit einem verläßlichen Grund, der Raum gab und nährte?
Und was lockt uns heute, was trägt uns heute?
Woher nehme ich meine ZUVERSICHT?

Jonathan will immer neu so ein Narr sein. Wir besinnen uns auf die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft und das, was man in der Bibel Nächstenliebe nennt. – und freuen uns, wie diese Art miteinander umzugehen und für andere da zu sein geschätzt und angenommen wird.