Prädikat wertvoll – Wo Senioren als Wegbegleiter neue Horizonte (er)öffnen

Erfahrungsbericht zum Vortragsabend vom 24. Februar 2009

Ab dem Moment, ab dem der Rentner zum Opa und die alte Frau zur Oma werden, verändern sich Welten. „Gebraucht werden” heißt das Zauberwort, das das Alter liebenswert macht und ungeahnte Kräfte mobilisiert. Inzwischen haben aber auch Firmen die Qualitäten von erfahrenen Fachkräften entdeckt und schaffen die Möglichkeit, sich auch im Ruhestand als Mentor oder geschätzter Ratgeber im Unternehmen einzubringen. Eine unendliche Zahl an Möglichkeiten offenbart sich Senioren, die sich bewusst in die Gemeinschaft einbringen wollen.

An diesem Abend blättern wir mit Ihnen in einem „Programmheft” der Anfragen unserer Gesellschaft, die händeringend liebevolle Menschen sucht, die ihr eigenes Alter mit den Bezeichnungen „Erfahrung, Sicherheit und Engagement” umschreibt.

Referenten:
Elke Fischer, Jonathan
Gaby Heilmann, Ergotherapeutin FAZIT

Ein Blitzlicht in den Abend:

Wir wohnen im betreuten Wohnen und möchten deshalb Begleitung und Betreuung und eben nicht nur eine seniorengerechte Wohnung. Andererseits wurde deutlich, dass auch Menschen, die sich selbst Zuwendung von außen wünschen, sich selbst noch lange nicht zum alten Eisen zählen.

Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, das ist selbst in einem eingebundenen Konzept des betreuten Wohnen nicht einfach – wie schwer es oft in der Einsamtkeit des „Alters” ist wurde deutlich.

Da tut es gut, wenn sich Menschen umeinander kümmern, aufeinander zugehen und miteinander reden. Letzteres wohl ist am wichtigsten, denn miteinander reden kann man auch dann noch, wenn die eigenen Kräfte nachlassen.

Stimmen zu diesem Abend:

„Kompetenzen zu heben und deutlich zu machen, was „wir” noch können und wo wir uns in die Gesellschaft einbringen können, das tut gut.”
„Wie schwer es aber ist, Menschen in unserem Alter zu motivieren, kann man sich gar nicht vorstellen”
„Es frustriert schon, wie wenig sich manche Senioren interessieren”